1983/1984 Winter

Carolinum
Historisch-literarische Zeitschrift

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47. Jahrgang Nr. 90

Inhaltsverzeichnis
  • Die "Heistersteine" bei Waren Hans-Joachim Deppe Rund 6 km nordöstlich von Waren liegen an der Chaussee nach Gievitz auf der Stadtfeldmark in einem Buchenwald, genannt die "Seeblänken", die sogenannten "Heistersteine". Es sind die Reste einstiger Großsteingräber (Dolmen), die im Volksmund früher allgemein als "Hünengräber" bezeichnet wurden. Sie tragen die Bezeichnungen "großer" und "kleiner Heisterstein". Der "große Heisterstein" besteht aus einer Steinkammer in ungefährer Ost-West-Lage. Die Kammer ruht auf einem Rollsteinhügel von ungefähr 1,10 m Höhe und knapp 13 m Durchmesser.
  • Bibliothek, Archiv und Museum in Neustrelitz 1796-1950 Horst Börjesson Teil II: 1883-1933/34. Im ersten Teil des Aufsatzes (vgl. Nr. 89) wurde die Geschichte der "Herzoglichen bzw. Großherzoglichen Bibliothek, des Münzcabinets und der Sammlung der obotritisch-wendischen Altertümer" behandelt von ihrer Gründung über eine erste Blütezeit unter dem Bibliothekar Gentzen bis zur Oberaufsicht der Konsistorialräte, während der schließlich auch die Stelle des Bibliotheksaufwärters vakant geworden war und zeitweise der alte Kandidat Andreß als einziger noch die Arbeit dort versah.
  • Aus meinem Leben - Heinrich Friedrich Ludwig Meyer, Geheimer Hofrat in Neustrelitz, Geb. 8. 4. 1837 - Gest. 10. 7. 1910 Heinrich Ludwig Meyer Es war gegen Ostern im Jahre 1856, als ich mich zum Abiturienten-Examen meldete. Ich hatte bis dahin die Elementarschule und das Gymnasium Karolinum zu Neustrelitz, meiner Vaterstadt, vom 5. Jahre meines Lebens an besucht. Mein Leidensgefährte in jener verhängnisvollen Zeit war Max Rakow, ein so närrischer Kautz, daß er nicht wenig auf der Schule von seinen Kameraden aufgezogen wurde. Seit einem Jahre war ich Primus von Prima gewesen. Unser Wunsch das Examen glücklich zu überstehen, sollte aber vereitelt werden.
  • Gneis-Granit [Gedicht] Goethe So wie ich weiß / Hieß es Granit-Gneis; / Jetzt heißts Gneis-Granit;
  • Bericht über das 12. Caroliner-Treffen in Marburg vom 2. - 4. September 1983 Zum zweiten Mal im Hotel Berggarten in Marburg-Marbach fand wiederum bei schönem Wetter das 12. Treffen statt, zu dem, außer dem längst auf das Lyzeum ausgedehnten Kreis der Teilnehmer alle der Heimatstadt verbundenen Einwohner herzlich eingeladen waren. So waren wir nun nach gewissenhafter Zählung am Gesellschaftsabend 133 Teilnehmer. Wenn man die Zahl der Teilnehmer in den 60er- und 70er-Jahren im Kurhotel Ortenberg hiermit vergleicht, so muß man leider feststellen, daß wir weniger, sehr viel weniger geworden sind.
  • Aus den Xenien Goethe Schöpfung durch Feuer
  • Gottesdienst der Neustrelitzer Caroliner im Hohen Chor der ev.-luth. Elisabethkirche zu Marburg am 3. September 1983 Verehrte, liebe ehemalige Schüler der Neustrelitzer Schulen, des Gymnasiums und des Lyzeums! Ich habe meine Bibel aufgeschlagen und lese uns daraus einen Abschnitt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser vor. Er lautet folgendermaßen im 6. Kapitel, beginnend mit dem Vers 10.
  • Eine Schilderung über die Jagd und den Forstdienst im Kreis Neustrelitz in Mecklenburg in der Zeit von 1945 bis vor wenigen Jahren unter der sowjetischen Besatzung Max Krickow Der Krieg hatte sein Ende gefunden, die Besatzungsmacht ihren Einzug gehalten. Wie das Leben weitergehen sollte, wußte niemand. Die Menschen sollten es aber bald lernen. Wie in anderen Kreisen, fanden sich auch in Neustrelitz Menschen, die von der Besatzungsmacht beauftragt wurden, die Verwaltung zu übernehmen. Nach einigen Monaten war der Kontakt zur Landesregierung in Schwerin wieder hergestellt. In jenen Tagen wurde der Berichterstatter von der Landesregierung einem Forstamt in der Umgebung von Neustrelitz zugeteilt, zu dem 6 Reviere mit vorwiegendem Kiefernbestand gehörten.
  • Ansichtskarten rufen Erinnerungen wach Mirow, im ehemaligen Großherzogturn Mecklenburg-Strelitz gelegen, wurde 1227 als Johanniterkomturei gegründet. Stadtrechte erwarb der zuvor als Flecken bezeichnete Ort erst in unserem Jahrhundert. 1905 zählte Mirow knapp 1700 evangelische Einwohner. Den landschaftlich schönsten Teil des kleinen Städtchens bildet die vom Wallgraben und vom Mirower See begrenzte Schloßinsel.
  • Nachruf Dr. med. Friedrich-Carl Meltz Wir haben die traurige Pflicht unseres am 29. 8. 1983 verstorbenen Caroliners Dr. med. Friedrich-Carl Meltz, Arzt in Hohenlimburg, zu gedenken.
  • Bücher und Buchbesprechungen
  • Bericht über die Vorstandssitzung am 2. September 1983 in Marburg/Marbach Zu Beginn des 12. Caroliner-Treffens in Marburg/Marbach fand im Hotel Berggarten am 2. 9. 1983 eine Vorstandssitzung statt, an der folgende Vorstandsmitglieder teilnahmen: O. E. Heipertz, A. F. Wagner, P. Heitmann, M. Ludewig, R. Schröder
  • Danksagung von Annalise Wagner [zum 80. Geburtstag] Annalise Wagner Liebe Caroliner, liebe Heimatfreunde! Sehr erfreut und dankbar war ich an meinem 80. Geburtstag über die vielen für mich wertvollen Grüße und Gedanken und Gaben auf meinem blumengeschmückten Sonntagstisch in Ratzeburg. Ich danke Ihnen allen von Herzen und möchte jedem von Ihnen beide Hände herzlich drücken.