1941 Januar

Caroliner Zeitung
Mitteilungen der Altschülerschaft des Carolinums zu Neustrelitz (Oberschule für Jungen und Gymnasium)

Die komplette Ausgabe zum Download
(50.31 MB)

7. Jahrgang Nr. 12

Inhaltsverzeichnis
  • Liebe Lehrer, Frankreich 5. Juli 1940 Gerhard Brentführer Liebe alte und junge Caroliner. Ihr alle habt den Sieg der deutschen Wehrmacht über Frankreich gefeiert. Für den Führer, für seine Soldaten, für uns flatterten die Fahnen, läuteten die Glocken. So grüße ich Sie, liebe unvergeßliche Lehrer, Euch Kameraden meiner alten Schule, grüße Euch vom Herzen Frankreichs.
  • Nachrufe auf im Krieg gefallene/vermisste Caroliner Harry Nehring - Hans Joachim Woschke - Hans Röwer - Helge Steuding - Hasso Arnold - Kurt Rahse - Hans Dummer - Wilbrandt von Reden - Günther Thiel - Paul Lamcke - Wolfgang Gerigk - Hans Heinrich Koeltz
  • Ansprache des Schulleiters bei der Weihnachtsfeier am 20. Dezember 1940 Liebe Schüler! Zum zweiten Male seit Kriegsbeginn wird sich in einigen Tagen die Heilige Nacht auf die leidgequälte Erde hinabsenken, . . . , versammeln wir uns an dieser Stelle, um die tröstliche, ewig junge und immer neue Friedensbotschaft aus dem Stalle von Bethlehem zu hören und auf uns wirken zu lassen.
  • Panzer jagen den Tommy ins Meer Hans Hauptmann Es ist der 10. Juni 1940, morgens gegen 5.00 Uhr. Die Truppe liegt am Nordrand der Stadt Totes zwischen Rouen und Dieppe in Nordwestfrankreich. Die Truppe kann endlich einmal schlafen, nur die Posten spähen in den dämmernden Morgen.
  • ...denn wir fahren gegen Engeland! Karl Heinz Müller Der Polenkrieg, den ich auf der "Schleswig-Holstein" miterlebte, war vorüber. Unsere Ausbildung mußte fortgesetzt werden. So zog man uns Kadetten denn aus der Front und schickte uns auf die Marineschule nach Mürwick. 5 Monate harter Arbeit warteten da auf uns. Doch die wurden geschafft und weiter ging's auf die Waffenschulen.
  • Deutsche Kunst im Kriege Hans Ludwig Brückner München, im Dezember 1940. Lieber Freund! Du fragst mich, der ich das Glück habe, an dieser traditionellen Stätte der deutschen Kunst, als Student zu leben, was diese Kunst jetzt im Kriege Bedeutendes zu sagen habe.
  • Aus dem Leben der Schule Klempien Wie das erste Kriegsjahr in stärkster Weise in das Leben unserer Schule eingegriffen hatte, so spiegelte sich auch das am 28. März beginnende Schuljahr 1940/41 getreulich die großen Ereignisse wieder, die militärisch und politisch die Welt erschütterten. Nach Wiedereröffnung des Unterrichts durften wir uns allerdings noch mit den im letzten Bericht geschilderten harten Einschränkungen, die uns durch die Beherbergung des Reservelazaetts auferlegt waren, des eigenen Heims erfreuen, doch noch einmal mußte das Carolinum in Hinblick auf die kommenden großen Kämpfe im Westen obdachlos werden und anderswo ein Unterkommen suchen.
  • "Autorität" I. H. Klempien Die Veranlassung zu den folgenden Ausführungen gibt ein Artikel eines Schülers der Anstalt in einer mecklenburgischen Zeitung, betitelt: "Der Vertrauenslehrer der Hitler-Jugend", in der sein Verfasser mit der ganzen jugendlichen, sagen wir einmal Frische sich über Erziehungsprobleme der heutigen Zeit verbreitet und die im Interesse unserer ehrwürdigen Schule aus grundsätzlichen Erwägungen nicht unwidersprochen bleiben dürfen.
  • Hausmusik im Carolinum M. Es ist eine schöne Sitte geworden, einen Tag im Jahr zu bestimmen, an dem der Gedanke einer hausmusikalischen Betätigung besonders herausgestellt wird. Dies geschah jetzt am 19. November, am Todestage Franz Schuberts.
  • Wiedereröffnung der Flugmodellbaukurse am Carolinum K. E. Maaß Vor Jahren sprach Göring das stolze Wort: "Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden!" Wenn je, so war diese große Forderung so recht zu den Herzen der Jugend gesprochen. Bei ihr konnte es nicht im Leeren verklingen, konnte nicht nur ein theoretisches "Soll" bleiben. Er mußte irgendwie zur Tat werden, aber wie?
  • Lachendes Carolinum Kootz Natürlich Originalbeiträge - ganz echt, und die Ware meist ganz frisch! Von deutscher Dichtung: Ein junger Caroliner erfaßt den Kern der Apfelschußszens in lapidarer Kürze: "Tell kauerte sich in ein Gebüsch und drückte los."
  • Familiennachrichten
  • Neue Mitglieder Altschüler Nr. 585 bis Nr. 616.