1974 Frühling

Carolinum
Historisch-literarische Zeitschrift, Fritz-Reuter-Sonderheft

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(40.) 38. Jahrgang Nr. 68-69

Inhaltsverzeichnis
  • Frühe Begegnungen mit Reuter Helmut de Voss Ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Fritz-Reuter-Gesellschaft, Dr. Walter Lehmbecker, verdeutlichte mir plötzlich, daß es vielleicht wert sei, vielleicht auch Pflicht sei, im 100. Todesjahr Reuters, im eigenen 58. Lebensjahr mit Dankbarkeit einen Habensaldo aufzulegen, der von guten Erträgen zeugen kann. - Jeder lesende Mensch hat "seine" Dichter, das ist klar. Ich habe von Berufs wegen neben Reuter viele, die ich "meine" nenne, von Charles Dickens über Theodor Fontane bis zu Werner Bergengruen und Frank Thiess ist die Zahl meiner Freunde groß.
  • Zu Reuters Handschrift von "Kein Hüsung" Heinz C. Christiansen Die Handschrift zu Reuters Werk "Kein Hüsung" liegt im Fritz Reuter Altenheim in North Bergen, New Jersey, USA. (3161 Kennedy Boulevard, North Bergen, N.J. 07047, U.S.A.: Henry Wittschief, Administrator). In einem Beitrag über den "Plattduetschen Volksfest-Vereen von New York" wird darauf hingewiesen, daß Luise Reuter, die Witwe des Dichters, die Hs. im Jahre 1875 dem "Volksfest-Vereen" überlassen hatte. Seitdem ist die Lage der Hs. der allgemeinen Germanistik unbekannt geblieben, und deshalb weder in den Handschriftenkatalogen verzeichnet, noch von der Reuter-Forschung ausgewertet worden.
  • Über Fritz Reuters "Läuschen un Rimels" Kakuji Watanabe Fritz Reuters "Läuschen un Rimels" erinnern mich an unsere japanische "Rakugo", anekdotenhafte Erzählung mit einer Pointe, die vom Rezitator am Abend in einem kleinen Theater vor dem Volk aufgeführt wird. In diesen Erzählungen treten hauptsächlich Handwerksburschen, Ladendiener und alte Leute auf, die auf das Altenteil zurückgetreten sind, manchmal auch Dorfleute und Tagelöhner, deren Rückständigkeit und Ungeschicklichkeit zum Gelächter der Zuhörer dienen.
  • Die Revolution von 1848 - Eine literatursoziologische Betrachtung zu Reuters Darstellung in der "Stromtid" Wolfgang Lindow Fritz Reuter ist im besten Sinne des Worts ein Völksschriftsteller. Er verstehts, ohne Unterschied mit jedermann und in jedermanns Sprache zu reden. Er ist nicht entfernt ein sogenannter Dorfgeschichtenschreiber, er hat nicht etwa bloß einen besonderen Stand geschildert oder für eine gewisse Klasse von Leuten geschrieben; sondern er behandelt die verschiedensten Kreise: Bürger und Bauern, Knecht und Edelmann, Pastor und Leutnant, "Dörchläuchting" und "Fethamel"; und ebenso hat er das gesamte Volk im Auge, er wendet sich an alle Schichten der Gesellschaft.
  • Humor in Reuters Briefen Gerd Lüpke Wenn man das Jubiläumsjahr eines Dichters feierlich begeht, so kann man das auf ganz verschiedene Weise tun. Eine Möglichkeit ist es, mehr dder weniger tiefschürfende Untersuchungen und Reden zu veröffentlichen - eine andere wäre es, des Dichters mit seinen wichtigsten Arbeiten zu gedenken - von beiden wird in diesem Jahr 1974 gewiß reichlich Gebrauch gemacht werden. Man kann aber auch den wesentlichen Charakterzug des Dichters hervorheben - den Zug, der das Leben und das Werk des Jubilars bestimmte. Das ist im Falle Fritz Reuters ganz sicherlich dessen letztlich unerschütterlicher Humor.
  • Hat Fritz Reuter ein Jahrhundert überlebt? Hat er uns Heutigen noch etwas zu sagen? Otto Lemke Schaut man sich in den Schaufenster-Auslagen der Buchhandlungen um, so kann man an vielen Orten lange suchen, um den Namen Fritz Reuter unter einem Buchtitel zu finden. Der Reuterfreund weiß jedoch, daß dieses Bild trügt. Noch in jüngster Vergangenheit wurden Neuauflagen der Bücher des unvergänglichen Mecklenburgers in kurzer Zeit abgesetzt. Bei Flensburg als Ausgangspunkt nimmt es nicht wunder, denn der niederdeutsche Raum liegt nahe. Das gilt auch für Neumünster. Daß aber von hier aus nach Reuters Werken in München und Wien auffallend oft gegriffen wurde, zeigt, daß "uns Fritzing" nach einem Jahrhundert noch lebt, die Menschen anspricht und bei ihnen "Hüsung" findet. Einige kurze Umfragen in der Eisenbahn, in Reisebussen und auf der Straße erbrachten folgendes: "Kennen Sie Fritz Reuter?" - "Kenne ich nicht!"
  • Auszug aus dem Reuter-Stammbuch der Geschw. Vagt verfertigt von Marie Luise Vagt, Lübeck (Älteste der Geschw. Vagt)
  • Fritz Reuters Primaner-Zeugnis Friedrich-Franz-Gymnasium zu Parchim, Ostern 1830
  • Fritz Reuters Aufsatz bei seiner Reifeprüfung in Deutsch "Über den Mißbrauch der Schwächen anderer" In der Eigentümlichkeit des Menschen liegt es, daß in jedem einzelnen verschiedene Tugenden und Laster, verschiedene kräftige Seiten, wenn ich mich so ausdrücken darf, und Schwächen ihr Reich gegründet haben. Dem Menschen ist ein ungeheures Feld seines Intelligenzvermögens gegeben, der weite Erdenball ist mit allen seinen Wundern sein, die Welt mit ihren unzähligen Körpern hat er durch den Verstand beherrscht, indem er sie unter Systeme brachte, selbst in den Himmel ist er gedrungen, ob mit, ob ohne Erfolg, will ich nicht entscheiden, und dennoch ist ihm das Liebste, das er sich als Gegenstand des Forschens und der Erkenntnis setzt, gerade das Unvollkommenste durch sich selbst, der Mensch.
  • Informationen über die Fritz-Reuter-Gesellschaft und dazu einige Beispiele und Beweise für die Verehrung Reuters und seine große volkstümliche Beliebtheit Walter Lehmbecker Die Fritz-Reuter-Gesellschaft e. V. mit dem Sitz in Lübeck (Geschäftsführerin: Frau Emmi Brügmann, 24 Lübeck, Brucknerstraße 19a) wurde 1960 dank der Initiative des Reuter-Rezitators Ernst Hameister gegründet. Die Gesellschaft stellt sich die Aufgabe, Reuters Werk lebendig zu halten und plattdeutsche Sprache und Dichtung zu pflegen und zu fördern. Sie veranstaltet Vorträge, Leseabende im Winter in kleinen Familienkreisen der Mitglieder, Ausstellungen von Büchern und Bildern aus ihrem Archiv, Ausflüge und gesellige Treffen.
  • Unveröffentlichter Brief Fritz Reuters Zustimmung zur Anerkennung seiner beiden Stiefschwestern
  • 3 Bilder vom Reuter-Festzug in Neubrandenburg 1913
  • Fritz Reuters Neubrandenburgische Polterabendgedichte H. Constantin Blanck Das Polterabendgedicht ist im Gesamtwerk Fritz Reuters nicht ausreichend eingeordnet. Fritz Reuter ist in der Zeit zwischen 1842 und 1854 den Wünschen nach Polterabendgedichten in seinem Bekanntenkreise aus Freude an reinem menschlichen Entgegenkommen nachgekommen. Ihr Wert ist in verschiedener Hinsicht unbestritten.
  • Toast auf den Sonnabend-Verein zu Neustrelitz (Erstveröffentlichung) Fritz Reuter Ihr lieben Brüder hier im Verein, / Von mir soll ein Hoch gebracht Euch sein! / So lange noch Herzinnigkeit, / So lange noch Kunstsinnigkeit / Im warmen deutschen Herzen glüht / Und Witz und Scherz noch Funken sprüht,
  • Reuters Geburtstagseintragung im Kirchenbuch von Stavenhagen (4. Spalte von oben)
  • Reuters Hochzeitseintragung im Kirchenbuch von Roggenstorf (4. Spalte von oben)
  • Erinnerungen an Fritz Reuter aus meiner Neubrandenburger Gymnasiastenzeit Otto Piper Als Neubrandenburger Gymnasiast jener Zeit bin ich auch mit Fritz Reuter in Beziehung gekommen. Ich erinnere mich noch, daß eines Morgens in die Quartaklasse ein Mitschüler einen Band "ganz famoser" und merkwürdigerweise plattdeutscher Gedichte mitbrachte, deren Verfasser ein Privatlehrer in dem benachbarten Städtchen Treptow sein sollte. In den nächsten Pausen wurde dann statt der gewobnten Balgereien aus den "Läuschen und Riemels" vorgelesen, und selten ist uns wohl dazwischen der Unterricht trockener und wertloser erschienen als an jenem Vormittage.
  • Wo man noch plattdeutsch spricht - Besuch im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen Hans Kallies Stavenhagen, Landstadt im tiefsten Mecklenburg, macht auch heute noch einen verschlafenen Eindruck. In den engen, winkligen Straßen kaum ein Auto, der Marktplatz scheint wie verödet, Fritz Reuters Denkmalblick vom Sockel vor seinem Geburtshaus geht buchstäblich ins Leere. Der Transitverkehr - offenbar nimmt die Straße 104 hier rollende Frachten zwischen Rostock und Stettin und retour auf - wird an der Stadt vorbeigeführt. Wüßte man nicht, daß dieser kleine Ort in die Literatur eingegangen ist und durch seinen größten Sohn Fritz Reuter, wüßte man nicht, daß sein Geburtshaus, das alte Rathaus, zu einem ansehnlichen Literaturmuseum auf- und ausgebaut wurde: Stavenhagen lohnte den Besuch nicht.
  • Das Jahr der Fritz-Reuter-Freunde Alfred Lange Der 100. Todestag des mecklenburgischen Dichters Fritz Reuter am 12. Juli dieses Jahres hat bereits jetzt in Deutschland, aber auch im Ausland die Erinnerung an diesen Schriftsteller wachgerufen, der als einer der wenigen plattdeutschen Autoren Eingang in die Weltliteratur gefunden hat. Es wird Gedenkstunden, Vorträge, Rezitationen, Artikel in Zeitungen und Sendungen im Fernsehen und im Rundfunk geben. Auch in Schleswig-Holstein, dem Patenland des niederdeutschen Nachbarn Mecklenburg, rüstet man sich zu festlich-feierlichen Stunden.
  • Fünf Reuter-Anekdoten
  • Verdiente Jubilare aus dem Lande Fritz Reuters im Gedenkjahr 1974 Karl Hartwig; Walter Lehmbecker;
  • Friedrich Schult zu seinem 85. Geburtstag Ulrich Abraham Vor mir liegt, schlicht und einfach gebunden, aus gutem Werkdruckpapier hergestellt, das von der Maximilian-Gesellschaft als Jahresgabe 1971 für ihre Mitglieder bestimmte, so handliche und jeden Bibliophilen erfreuende Buch "Heimatlicher Raum". Es ist die jüngste Ausgabe einer Zusammenstellung von Prosaschriften des Güstrowers Friedrich Schult, der am 18. Februar d. J. sein 85. Lebensjahr vollendet.
  • Abbildung der Urkunde bei der Verleihung der Reuter-Plakette
  • Über: "Eure guten Jahre", Berichte und Betrachtungen von Friedrich Griese Karlmann Beyschlag Ihr Buch ist noch einmal ein "großes" Buch, groß nicht nur in der Fülle und Plastik seiner Bilder, die es bietet und in dem langen, weiten Atem, der das ganze, scheinbar zufällig zusammengewürfelte Bildwerk insgeheim durchzieht und zur Einheit bringt, sondern auch in der Tiefe und Hintergründigkeit, mit der Sie mit der heutigen Wirklichkeit umgehen, wobei gerade das Hinausgreifen über das schon Erlebte ins noch zu Erlebende der Darstellung eine innere Unbedingtheit gibt, wie man sie auch in großen Werken nur selten erlebt.
  • Uns´ plattdütsch Eck
  • "Lütten Dank an unsen Fritzing" Friedrich Bauer
  • Ut mine Stromtid: Bräsing und Hawermann Fritz Reuter Von de verschiedenen Orten von Podagra un von den Unnerscheid von Venus, Phoenix un Ponyx. 'Ne Partie Boston, un dat Kurz en Waldknaw is. Wo Fritzen sin Vullblaudfahlen utsach, un worüm den vörigen Entspekter sin Stachelschimmel in den Dörpdik lep. Worüm Rekter Baldrian kolle Fäut kreg, un Krischan dat Vullblaudfahlen nich in den Ridstall liden wull.
  • Wat is up´n Dörp los? (III) Fr. Rehm Mit Jehann Swank un Anna Meier, wovon dei Frugenslürd up'n "Landdag" bi Jungklasen ehr Tüffelsammeln anhüpt harden, wier dat so taugahn: As Jehann Swank von'n Harwstmark, wo hei nich mal'n Poor Stäwel, dei em paßrecht wierert, krägen hard, raw wier, düs' hei werre rut ut dei Stadt un wank husan. Vör em lang in'n Stadtweg güng 'ne Diern mit'n Spinnrad ünner'n Arm'n slanken Schritt weg; ok husan. - Dei müßt hei doch kennen? - Hei lang ut un steik so lang'n bet nah, dat hei ehr inhalen deer.
  • Vun den teterowschen Häkt Otthinrich Müller-Ramelsloh De Teterowschen hebben eenen scheunen See, dicht bie de Stadt. Dor sünd se bannig stolz op und dat to recht. To Tieten, as noch de Thursen (Riesen) und de Alben (Lüttkierls) ehr Wesen harrn, harr op de Borgwallinsel in'n Teterower-See Keunig Walberan sien Sloss. Keunig Laurin, sien Neff, harr nen Sloss op n Sülwerbarg, de sick in den Teterower-See speigeln deid.
  • "Däuwind" (Vörfrühling 1955 up'm Schillersdörper Teeraben) Klaus Giese De Uhlen kreegen Recht; as se bi graesig Küll balzt hard'n, denn de Februor höl to allerletzt doch noch Wurd mit sine dree Friihlingsdaog, de he uns nah' olle Buernrägeln alljohrs schenken sall. De Istappen an de Liek von Stall un Schün würd'n lang und länger, un in de Fleerbüsch achtern Pierdstall würd't läwig.
  • Schnurz un ick un noch´n bäten wat ut Land twee Gerhard Reinhold Dat wier in'n Harwst 1973. Wie ollen Meckelbörger seeten wedder mal in uns' lew Ratzeborg tosamen. Dagsöwer wier groote Kulturtagung up denn Palmbarg in de Dompropstei. Se wier graad op "Hochglanz" bröcht wor'n. Dorüm würr se nu ook in "Herrenhaus" umdöfft. Äwer abends käem wi wedder so tosamen, as wi dat all von so vääle Heimatdag her gewennt wiern: de Rostocker, de Wismeraner usw. hier un door un wi Nigenstrelitzer an'n Köökensee in denn wedder upmarachten "Hubertus".
  • Unsere plattdeutsche Sprache Babetta Gogl Es gab einmal Zeiten, da wurden die Mundarten verächtlich über die Schulter angesehen, und es bestand die Meinung, daß sie zugunsten der hochdeutschen Sprache ausgerottet werden müßten. Heute sind die Vorurteile längst überwunden, und die niederdeutschen Sprachen haben wieder ihren alten verdienten Ehrenplatz erhalten. Sie sind das älteste, uns von unseren Vorfahren überlieferte Kulturerbe und wurden schon gesprochen, lange bevor sich das Hochdeutsch daraus entwickelte.
  • Besprechung einer Schallplatte Lehmbecker Eine besonders gelungene Langspielplatte mit den schönsten niederdeutschen Gedichten. Der Verlag Dr. H. Eckert in Kiel Kappellner Str. 14 hat unter dem Titel "Min Modersprak" mit den hervorragenden Sprechern Ivo Braak, Irmgard Harder und Günther Dokkerill eine Schallplatte herausgebracht, auf die wir im Reuter-Gedenkjahr besonders hinweisen.
  • Fritz Reuters Grabspruch Der Anfang, das Ende, / o Herr, sie sind Dein, / Die Spanne dazwischen, / Das Leben, war mein.
  • Die Lage des mecklenburgischen Bauerntums im 17. und 18. Jahrhundert Georg Tessin Liebe Landsleute! Das Thema des heutigen Tages lautet: "Das Bauerntum zur Zeit Reuter's und Brinckman's" Da fällt uns als erstes auf - eigentlich bei Reuter: wo kommt bei Reuter ein Bauer vor? Bei Reuter ist von Bauern eigentlich gar nicht die Rede. Das Land, in dem er aufwuchs, war kein Bauernland; es war Ritterland und Gutsland, ganz anders als z. B. bei Felix Stillfried nachher. Reuter lebte in einem Teil des Mecklenburger Landes, aber nicht in beiden. Das Mecklenburger Land war zweigeteilt um seine Zeit, nicht nur politisch. Politisch gab es Mecklenburg-Schwerin und MecklenburgStrelitz.
  • Taschenbrecher (II) Karl Friedrich Boll Der Vorfall war schon bald vergessen. Er hatte der Beliebtheit Taschenbrechers bei der Dorfweiblichkeit keinen Abbruch getan. Nach wie vor sah man zur Stunde des Pferdetränkens Frauen und Mädchen um den Ziehbrunnen stehen, die dem Dragoner unter Kichern und Getuschel Glutblicke zuwarfen. Da er nie als Schürzenjäger gegolten hatte, blieb uns seine Anziehungskraft auf das andere Geschlecht rätselhaft. Wo auch immer die Schwadron auftauchen lnochte und zu kurzer Rast verweilte, immer waren weibliche Wesen zur Stelle, die ihm einen Trunk aufs Pferd reichten oder Leckereien zusteckten. Freilich war er kein Unschuldsengel.
  • Über den guten Willen Immanuel Kant Es ist überall nichts in der Welt, ja auch überhaupt außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden als allein ein Guter Wille.
  • Pietà [Gedicht] Fritz Hagemann Weißt du, mein Sohn, wie ich um dich gelitten! / Nun liegst du quer in meinem Schoß / Wie einst als Kind so nackt und bloß. / Du hast ohn Furcht um deinen Gott gestritten.
  • Buchbesprechungen
  • Romanische Taufsteine in mecklenburgischen Kirchen Friedrich Scheven Als ich 1952 nach Burg Stargard kam, fiel mir sogleich der granitene Taufstein in die Augen, der damals im Burggarten stand und im Sommer mit Blumen geschmückt war. Er wurde bald auf meine Veranlassung in die Stadtkirche gebracht und dort in der TurmvorhalIe aufgestellt. So fand er den Platz wieder, den er vor Jahrhunderten innegehabt hatte. Denn daß der Taufstein ursprünglich seinen Standort in der Kirche des Ortes - im Mittelalter eine dreischiffige Basilika aus dem 13. Jahrhundert, jetzt nach Beseitigung der Seitenschiffe eine schlichte Saalkirche in den Formen des 18. Jahrhunderts.
  • Die Seeleute in der Hölle Siegfried Armin Neumann Seelüd' sünd eens strand't an 'ne Insel un gahn dor ümher. Dor kamen se an 'n Krüüzweg, dor steiht 'n Wegwiser. Up den eenen Arm steiht "Zum ewigen Leben", up den annern "Zur Hölle". Se willen den richtigen Weg gahn un kamen an 'n grotes Dur. Petrus kickt ruut un fröggt, wat se willen.
  • Vor 50 Jahren: 3. Klasse des Lyzeums in Neustrelitz Ostern 1924 [Foto] Maja Hittenkofer, Else Fischer, Ilse Thiel, Ursula Bendix, Herta Miethke, Lotte Schmidt, Liselotte Rehberg, Gertrud Feitsch, Grete Philippson, Lotte Wordelmann, Hilde Walleit, Helene Meincke, Karla Winter, Edith Ryssel, Lisanne Roesler, Susi Greck, Erika Meyer, Hilde Radtke, Adele Bandelow, Elisabeth Kohlhase, Herta Wöllert, Lucie 'Zwonkin, Marie Barkhausen, Else Wismar, Studienrätin Käte Bröker, Ruth Haberland, Eva Hauptmann, Marie-Helene Beckstroem, Grete Wegner.