1957 September

Caroliner Zeitung
Blätter für Kultur und Heimat

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19. Jahrgang Nr. 23/24

Inhaltsverzeichnis
  • "Dörchläuchtings" teuere Universität Paul Kühl Als junger Musensohn kam Herzog Adolf Friedrich IV. von Mecklenburg-Strelitz auf die Universität Greifswald. Wie das geschah -, darüber berichtet Fritz Reuter auf seine humorvolle Weise: "Dörchläuchten Serenissimus Strelitziensis hadd in sinen swacken Liw drei Grugels un drei Furchten, de em kein Rauh leten."
  • Burg Stargard Paul Steinmann Der alte, weithin die Gegend beherrschende Bergfried der Burg Stargard ist das Wahrzeichen des Landes Stargard. Daher wurde auch 1919 der Burgturm in das Wappen des Freistaates Mecklenburg-Strelitz mit aufgenommen. Die beiden brandenburgischen Markgrafen aus askanischem Stamme, Johann I. und Otto III., bekannt als selbstbewußte und tatkräftige deutsche Kolonisatoren und Städtegründer, haben die Stargarder Burg bald nach dem Jahre 1236 als weiträumige, in Vorburg und Hauptburg aufgeteilte Hofburg erbauen lassen.
  • 150 Jahre Mädchenschule Herbert Müller Unter dem 23. Oktober 1807 wurde die Zusammenziehung der schon vorhandenen Mädchenschulen in eine Anstalt, die aus drei Klassen bestand, höheren Orts befohlen. Gleichzeitig werden als neue Fächer Zeichnen, Französisch und Sticken (neben dem schon vorhandenen Handarbeitsunterricht) eingeführt. - Der Chronist befindet sich in einer gewissen Schwierigkeit: dem Wunsche des Herausgebers der Caroliner Zeitung, aus Anlaß der vor 150 Jahren erfolgten Gründung der Neustrelitzer höheren Mädchenschule einen längeren Bericht über die Geschichte der Schule und ihren langjährigen Leiter Rat Praefcke zu schreiben, konnte er sich als dessen Nachfolger nicht gut entziehen.
  • Oberstudiendirektor Rat Praefcke [Foto]
  • Das Kollegium des Oberlyzeums, Sommer 1933 [Foto] Dr. Schwartz, Pasedag, Wentzel, Genzmer, Dr. Kozminsky, Rat Praefeke, Bardey, Bröker, Stolze, Dr. Grüder; Dr. Peters, Dr. Stoppel, Wilcke, Meyer, Peeck, Prof. Dr. Saß, Dr. Müller, Jacoby, Köppen, Tamm, Gotsmann, Ehrig, Fandre, Krietsch. (Wegener fehlt leider auf dem Bild.)
  • Deutsche Dichterärzte: Hans Much Hermann Lennartz Als ein Mann von seltenem Ausmaß steht Much unter uns. Es ist nicht leicht, auf beschränktem Raum ein Bild seiner Persönlichkeit zu geben. Wer steht im Vordergrund? Der Arzt, der Dichter? Sein umfassendes Genie sprengt alle Grenzen. Hans Much wurde in einem märkischen Pfarrhause am 24. März 1880 geboren. Er atmete dort eine geistige Luft. Vom Vater erbte er die Liebe zur Natur, zum Tier, besonders aber zu den Pflanzen.
  • Ein Bericht unseres ältesten Caroliners, Jahrgang 1869 Alb. Stecher Jahrgang: Geboren bin ich am 21. September 1869 in der Bruchstraße zu Neustrelitz. Unser Heimatland gehörte damals noch zum Norddeutschen Bund. Und meine Kindheit verlebte ich in der kleinen, träumerischen Residenz, deren Einwohner ihr Trinkwasser vom Markt und von den Straßenbrunnen bezogen, mit Talern, Groschen und Schillingen rechneten, wo der Scheffel 20 Metzen faßte und der Schnaps in Pott und Pegel gehandelt wurde. Eine Eisenbahn kannten sie kaum, und von elektrischer Kraft erfuhr man nur durch das "Intelligenzblatt". Aber die Jugend war anspruchslos und fühlte sich wohl in ihren Spielen zwischen Wäldern und Seen und in einer anmutigen Gegend.
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz 1884, Cl. Tertia [Foto] C. Petersen, Kählke, Rehfeld, Hoth, M., Götz, Heuck, Alfa, v. Vohs, Wenzel, F. Düsel, Scharnberg, Scharff, Kretschmann, Schacht, Grobbecker, Barteld, Buttermann, Leupold, Becker, Bachmann, Stecher
  • Die Sonnenuhr [Gedicht] G. Die alte Sonnenuhr / stand in des Parkes / lichter Weite.
  • Zur Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Publikationstätigkeit auf landesgeschichtlichem Gebiet in Mecklenburg Piehler Das Geheime und Hauptarchiv zu Schwerin und der mit diesem in enger Beziehung stehende Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde konnte auf eine lange und erfolgreiche Publikationstätigkeit zurückblicken. Davon zeugt zunächst das in den Jahren 1863-1936 in 25 Bänden erschienene Mecklenburgische Urkundenbuch. Es diente anderen Ländern für ihre grundlegenden Quellenpublikationen als Vorbild.
  • Der Heimatforscher Walter Karbe Annalise Wagner Am 9. April hätte Walter Karbe seinen 80. Geburtstag gefeiert, wenn nicht am 25. Oktober 1956 der plötzliche Tod seinem unermüdlichen Forscherleben ein Ende gesetzt hätte. Das Leben dieses seit den Gebrüdern Boll (Neubrandenburg) größten aber stillsten Heimatforschers im Lande Stargard zu skizzieren, soll hier versucht werden. Walter Karbe und das alte Land Stargard sind ein Begriff geworden, hat er doch seit 1907, also 5 Jahrzehnte hindurch, das kleine Land Mecklenburg-Strelitz forschend durchwandert.
  • Primaner im Wichs [Foto gestiftet von Dr. Hustaedt] Cordua, später Ministerialdir., W. Karbe +, Schumann, Offizier, Wesemann, Pastor em. In Wokuhl, Hugo Hamann, Augenarzt in Zeulenroda, Thür., Tiedt, Studienrat +, Knebusch (Südamerika), Gustav Bachmann, Staatsanwalt +, Julius Becker, Studienrat +, Bruhn, Pastor, lebt in Westdeutschland, Anton Nahmmacher, Landgerichtsdirektor +, Dr. Hustaedt, Warncke aus Ziercke, Schauspieler +, Zachow, Baurat +, Jacoby, gen. Spreejacobi, Polizeileutnant +, Schabow, Weber, Pastor Breithaupt +
  • Anschriften der Caroliner und Freunde des Carolinums
  • Aufruf [zur Beitragszahlung]
  • Vermischte Nachrichten
  • Caroliner in Hamburg Caroliner aus Hamburg und Schleswig-Holstein trafen sich mit Angehörigen und alten Neustrelitzern am 4. Mai d. J. im "Patzenhofer" am Dammtor-Bahnhof in Hamburg.
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