Mentale Gesundheit im Fokus: 2. Veranstaltung des „Mental Health Projekts“
am Gymnasium Carolinum - ein voller Erfolg
Donnerstag, 10. Juli 2025
Ein Raum für Austausch, Achtsamkeit und neue Perspektiven - Das „Mental Health Projekt“ bietet genau das! Am Montag, den 07. Juli 2025, verwandelte sich das Gymnasium Carolinum erneut in einen Ort der Begegnung, der Reflexion und vor allem der Offenheit. Bereits zum zweiten Mal fand dort das Mental Health Projekt unter dem Motto „Mentale Gesundheit in Alltag und Schule“ statt. Eine Veranstaltung von Schüler*innen für Schüler*innen, die nicht nur für Aufklärung sorgte, sondern vor allem zum aktiven Mitdenken und Mitfühlen einlud. Die Initiative, ergriffen durch engagierte Schüler*innen und Lehrkräfte, beweist die Bedeutsamkeit der Förderung mentaler Gesundheit im persönlichen nicht aber zu vergessen im schulischen Kontext. Bereits im Januar wurde mit einer Auftaktveranstaltung der Grundstein gelegt - nun folgte eine gezielte Vertiefung mit interaktiven Impulsen, Workshops und gemeinsamen Gesprächen.
Um 07:45 Uhr begrüßten die Hauptorganisatoren Jette Albrecht (11 KuL2) und Matti Dannhauer (Psychologiestudent der Universität Hamburg) die 114 angemeldeten Schülerinnen der Jahrgänge 9 bis 12 in der Aula. Kurzerhand stellten sie nicht nur die Idee des Projekts, sondern auch die Dozentinnen der vier durchgeführten Workshops vor, nachdem die Teilnehmer*innen mit einer 4-minütigen Traumreise auf einen Vormittag der Achtsamkeit eingestimmt wurden. Die klare Botschaft der Eröffnung: Mentale Gesundheit ist kein Tabuthema, sondern ein lebensnahes Anliegen, das uns allen täglich begegnet – und das vor allem mit Austausch und konstruktiven Tipps angegangen und leichter getragen werden kann. Nicht vorstellbar gewesen wäre dieses Event ohne die großartigen Dozenten, welche neben ihren hohen fachlichen Kompetenzen spürbare Bereitschaft, Freude und Motivation mitbrachten. Die besten Voraussetzungen, um ihre Inhalte mit Bravour weiterzugeben. Innerhalb des zeitlichen Rahmens von der 2.-4. Unterrichtsstunde begleiteten sie die Schüler*innen in den von ihnen gewählten Workshops. Und das Konzept kam gut an: Alle vier Workshops waren vollständig ausgebucht, was das breite Interesse an der Thematik und seine Relevanz unter Beweis stellte.
In Workshop 1 „Achtsam leben, wirksam handeln“, angeleitet von Wencke Mahnke und Lisa Voß, lernten die Teilnehmer*innen Techniken zur Achtsamkeit kennen – von bewusster Atmung bis zur Wahrnehmung eigener Grenzen. Ziel war es, Wege zur inneren Ruhe zu entdecken und durch Selbstwirksamkeit dem Stress des Schulalltags zu begegnen.
Durchgeführt von Matti Dannhauer, einem ehemaligen Schüler des Gymnasiums, sowie Elsa Neumann (10/3) und Jana Minkner wurde Workshop 2. Hier rückte der Umgang mit Selbstwert und Vergleichen in den Vordergrund. „Mental stark durch den Schulalltag“ vermittelte psychologische Grundlagen und die Herausarbeitung individueller Stärken – immer im Dialog mit den Schüler*innen, die hier eigene Erfahrungen teilen und hinterfragen konnten.
Wie stark Körper und Geist zusammenspielen, erfuhren die Teilnehmer*innen im Workshop 3 „Klick im Kopf“, geleitet von Tanja Lakeit. Mithilfe der Methode „Lego Serious Play“ erkundeten sie auf kreative Weise, wie Lernen effektiver und bewusster gelingen kann – durch Bewegung, Pausen und gemeinsames Reflektieren. Ein innovativer Zugang zu Themen wie Konzentration und Mediennutzung, der durch seine neuartige Vorgehensweise besonders beliebt war. Gewaltfreie Kommunikation. Was ist das überhaupt? Und wozu brauchen wir das? waren Fragen, welche in Workshop 4 durch Monique Gundermann geklärt wurden. Die Schüler*innen wurden in praktischen Übungen dazu angehalten, über ehrliche – vielmehr klare Kommunikation nachzudenken. Dabei erkannten viele Potenzial für Missverständnisse oder Konflikte, die ihre Anfänge bereits in scheinbar unbedeutenden Dialogen finden können. Im Mittelpunkt stand zum einen das Bedürfnis nach echtem Verstehen, zum anderen nach verbindender Empathie. Obwohl die Workshops so individuell wie ihre Besucher selbst waren, verbindet sie alle das hohe Maß an freiwilligem Engagement und des Teilens von Wissen aber auch Erfahrungen.
Herzensprojekte, wie jenes, leben von Menschen, welche in Austausch auf Augenhöhe miteinander treten wollen und sich für ihre Ideen stark machen. Das Mental Health Projekt am Gymnasium Carolinum zeigt, wie sehr Prävention, Aufklärung und echte Begegnung Hand in Hand gehen können. Ein gemeinsamer Wunsch, der bleibt: Die Schule weiter zu einem Ort des Wohlbefindens werden zu lassen.
Info
- Ansprechpartnerin
Jana Minkner