Lesung anlässlich des Holocaustgedenktages
Mittwoch, 28. Januar 2026
In der Aula des Gymnasium Carolinum ist es still, dann sind Gitarrentöne zu hören, die das Lied „Tears in Heaven“ erklingen lassen. Das Bild auf der Leinwand zeigt den Ort, der für den Abgrund menschlichen Denkens und Handelns steht – das Vernichtungslager Auschwitz.
Annäherung an das Unsagbare – wo Worte versagen
Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe, die im Sommer 2025 im Rahmen ihrer Studienfahrt nach Krakow diesen zentralen Ort des Holocaust besichtigten, haben ihre Eindrücke, ihre Wahrnehmungen, ihre Emotionen eindrucksvoll künstlerisch verarbeitet. Dabei entstanden Gedichte, Geschichten, Zeichnungen, fiktive Tagebucheinträge sowie Collagen – Formate, durch die sich die Jugendlichen dem Unsagbaren versuchten anzunähern.
Dargestellt werden Deportation, Ankunft in der Hölle Auschwitz, Vernichtung und Tod.
Die Gedanken erschüttern, sie rütteln auf, sie machen sprachlos, sie fordern Auseinandersetzung, sie fordern Haltung. Am Ende der Lesung werden genau diese Botschaften vermittelt – unsere Welt braucht Menschlichkeit, braucht Mut, braucht ein Miteinander und sie braucht das Erinnern an Frauen, Männer und Kinder, die Opfer des Holocaust geworden sind.
Als die letzten Töne des abschließenden Klavierstücks verklungen sind, spüren die Anwesenden, dass die Worte der Auschwitzüberlebenden Eva Mozes Kor ein Auftrag für uns alle sind:
„Ich bin nicht hier, um zu verstehen. Ich bin hier, um nicht zu vergessen.“
Info
- Ansprechpartnerin
Jana Minkner