European
Space Camp

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Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

.Am Gymnasium Carolinum ist es seit dem Jahr 2003 zur Tradition geworden, jährlich zwei Schüler, sowohl Mädchen als auch Jungen, in das SPACE CAMP auf die Rocket Range im Norden Norwegens zu schicken.

Es ist uns gelungen, diesen Studienaufenthalt für zwei Schüler / Schülerinnen, die sich für Physik und Technik interessieren, Physik als Hauptfach belegt haben, eine hohe Sozialkompetenz aufweisen und als Studienrichtung Physik oder einen angelehnten Bereich wählen, finanziell zu ermöglichen. Als MINT-EC-Schule ist es für uns profilgebend, unsere Schüler und Schülerinnen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften allseitig zu fördern und zu fordern.

Danke für alles (Florian Schmetzke 2019)

Unser Gymnasium Carolinum in Neustrelitz ist vor allem für seine zahlreichen Projekte bekannt. Von Schüleraustauschen bis hin zu Studienfahrten in verschiedenste Länder ist alles dabei. Eins dieser vielen Projekte ist die Teilnahme am European Space Camp. Theoretisch müsste man sich für dieses Projekt richtig bewerben und die Verantwortlichen würden aus den vielen Bewerben um die zwanzig Personen heraussuchen. Unsere Schule hat jedoch das Glück, dass wir jedes Jahr zwei Schüler ohne Bewerbung dort hin schicken dürfen. Diese Schüler werden selbstverständlich von der Schulleitung ausgesucht. Dabei kommt es auf Kenntnisse im Bereich Englisch, Physik und Mathematik an und Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten sind auch von Vorteil. In diesem Jahr hatten ich und eine weiter Schülerin aus meinem Jahrgang (Anna Krajewski) das Glück für dieses Projekt auserwählt geworden zu sein. Dies war für uns beide eine große Ehre.

Nachdem wir uns beide ausreichend über diese Chance gefreut haben, ging es aber schon mit der Planung los. Zu diesem Zeitpunkt waren es zwar noch gut zwei Monate bis es endlich los ging, aber wir mussten trotzdem sehr viele organisatorische E-Mails beantworten und Formulare ausfüllen. Als das aber alles geschafft war, konnte es endlich los gehen. Unsere Reise startete am 08.08.2019 in Berlin Schönefeld. Wir flogen von dort nach Oslo und dann weiter nach Bodo, um schließlich mit dem dritten und letzten Flug den Militärflugplatz in Andenes, unserem Zielort, zu erreichen. Dort trafen wir schon viele weitere Teilnehmer des Space Camps und man konnte sofort kleinere Gespräche führen. An unserer eigentlichen Location angekommen, dem Andøya Space Center, begann sofort unser Wochenplan. Wie ich herausfinden sollte war jeder Tag von morgens bis abends durchgeplant und wirklich Freizeit gab es bis zum Schluss nicht. Am Ankunftstag haben wir damit begonnen, unsere Arbeitsgruppen für das große Wochenziel einzuteilen. Das Ziel war es eine funktionierende Rakete mit verschiedenen Sensoren zusammen zu bauen und diese dann auch starten zu lassen. Eine Gruppe hat die Sensoren angefertigt, die zweite Gruppe war dafür zuständig diese Sensoren auf die Rakete zu montieren und meine Gruppe war verantwortlich dafür, das Signal der Rakete zu verfolgen und auszuwerten. Das war sehr spannend, auch wenn meine Gruppe bis zum Abschusstag nicht so viel zu tun hatte, wie die anderen Gruppen. Den Erfahrungsberichten der anderen nach zu urteilen, hatten sie aber mindestens genauso viel Spaß an der Sache wie wir. In diesen Gruppen haben wir intensiv und nur unterbrochen von kurzen Essenspausen und Vorlesungen jeden Tag, bis spät abends gearbeitet und so konnten wir die Rakete pünktlich fertig stellen. Dann kam der große Tag. Am Dienstag dem 13.08.2019 haben wir die Rakete erfolgreich gestartet und sie flog ungefähr 8,5 Kilometer in die Luft. Nach 6 Sekunden war ihr Treibstoff aufgebraucht und sie war dann schon um die 2400 Kilometer pro Stunde schnell! Meine Gruppe konnte das Signal erfolgreich verfolgen und auswerten und es verlief alles nach Plan. Die letzten beiden Nächte haben alle Teilnehmer damit verbracht diesen Erfolg zu feiern und ich persönlich habe die letzten zwei Tage kein Auge mehr zu gemacht. Dann kam aber leider schon der Abreisetag am 15.08.2019 und wir mussten uns alle verabschieden. Es fiel uns jedoch nicht zu schwer, weil wir alle immer noch über Facebook in Kontakt sind und einige von uns planen sogar ein weiteres Treffen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, an so einem Projekt teilgenommen zu haben. Man hat viel über Raketentechnik und Physik im Allgemeinen gelernt, durch die vielen wissenschaftlichen Vorlesungen. Außerdem hat man viele Freunde gefunden, mit denen man dank der modernen Technik in Kontakt bleiben kann und wir haben dort viel gelacht. In diesem Zusammenhang möchte ich, auch im Namen von Anna, meinen Dank an alle Beteiligten aussprechen, die dieses einzigartige Erlebnis möglich gemacht haben. Dazu gehören die Verantwortlichen des Space Camp, die Schülerinnen und Schüler, die teilgenommen haben und natürlich auch unsere Schulleitung. Danke für alles.