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Animal Allies I

Die CaroAces starten erfolgreich in die Wettkampfsaison der FIRST Lego League

Auf die Plätze, fertig - Gebrüll oder Gebell, Gequake und Gequietsche, das ist die FIRST Lego League 2016/2017!

Was wir alles erreichen könnten, wenn wir - die Menschen und ihre tierischen Freunde - einander helfen, das erforschen in Zentraleuropa 949 Teams mit mehr als 7000 Jugendlichen, unter ihnen die CaroAces, die Roboteringenieure des Carolinums.

Seit 13 Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler des Neustrelitzer Gymnasiums an diesem internationalen Wettbewerb teil. Die CaroAces nutzten die vergangenen Monate und besonders die Zeit der Herbstferien und konstruierten einen selbstständig agierenden Roboter, der mithilfe seiner Sensoren und Motoren auf einem Wettkampfareal möglichst viele Aufgaben lösen kann. In ihrer Forschungsarbeit diskutieren sie interessante Lösungsansätze, die das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier verbessern.

Weil so viele Aufgaben zu lösen sind, wollen Anna und Chris (links), sowie Gabriel und Lukas (rechts) Lego-Pneumatic einsetzen. Aus einem speziellen Kühlschrank holt der Roboter Tierfutter ab, das er später an vier Futterplätzen auslegen wird (Mitte).

Am 2. Dezember rief die Technische Hochschule Brandenburg die CaroAces und weitere 14 Teams aus dem Nordosten Deutschlands zum Regionalfinale, der ersten Stufe des Wettbewerbs.

Der Wettkampf im Audimax der Alma Mater Brandenburgensis begann mit der Vorrunde im Robotgame. Dreimal zweieinhalb Minuten hatten die Teams Zeit, um mit ihrem Roboter Punkte für die Gesamtwertung zu sichern. Vorsichtig einen Hai transportieren, Tiere füttern, einen Melkstand steuern, Honig aus dem Bienenhaus abholen -  15 Aufgaben mussten erfüllt werden, so mannigfaltig und bunt wie die Tierwelt. Aber nicht nur die Vielfalt der Aufträge erwies sich als schwierig, die besondere Herausforderung war, dass der Roboter selbstständig arbeiten und sich nur mithilfe seiner Detektoren auf dem Wettkampfparcours orientieren durfte.

Nur, wenn der Roboter mehrere Aufgaben in einem "Rutsch" erledigt, kann er innerhalb der 150 Sekunden viele Punkte erkämpfen. Die Biene ist ins Bienenhaus gebracht und der Honig geerntet (gelber Pfeil), das Schwein auf die Wiese geführt (rosa), das Futter in die Markierung gelegt (blau), weiteres Futter wird später ausgeteilt (grün). Der Tiertrainer wird zum Übungsgelände gebracht (violett), das Melkkarussell gedreht, bis die Kühe Milch geben (weiß), aber nicht zu weit, sonst wird den Kühen schwindelig und vor Schreck lassen sie alles voller Gülle laufen (braun).

247 Bewertungseinheiten, mit diesem Ergebnis gewannen die Neustrelitzer klar die Vorrunde. In den nachfolgenden Ausscheidungsrunden bis zum Finale konnten die Caroliner ihre Leistungen sogar noch einmal steigern und erkämpften in einem packendem Finale den Pokal für das beste Robotgame.

Die CaroAces nehmen letzte Anpassungen an die Wettkampfplatte vor (links). Mithilfe einer Schablone bringt Gabriel den Roboter in die richtige Startposition, während Laurentius das passende Modul aufsetzt (rechts).

 

Im Finale muss der Roboter die Aufgaben zweimal lösen; die Punkte werden addiert. Gespannt verfolgen die Aces den Lauf des Roboters (links). Nur im Finale zu sehen: der Roboter steigt, genau wie der grüne Gecko, an der weißen Wand empor. Kein Teil des Roboters berührt mehr die Wettkampfplatte (roter Pfeil)!

Auch in den anderen Disziplinen des Wettbewerbs konnten die CaroAces überzeugen. Im Robotdesign verteidigten die Schüler die Konstruktion ihres Roboters und beschrieben den Juroren die Strategie für die Lösung der Wettkampfaufgaben.

Das Steuerprogramm wurde ebenfalls einer kritischen Analyse unterzogen. Die Kampfrichter zeigten sich sehr beeindruckt von den Leistungen der Neustrelitzer und würdigten die Leistungen mit dem Pokal für das beste Robotdesign.

In der Sparte Robotdesign erläutert Gabriel dem Prüfer das Steuerprogramm des Roboters (links), Lukas und Laurentius diskutieren ihre Konstruktionslösungen (rechts).

„Ihr habt Haustiere? Dann ist euch das lästige Problem der Tablettenverabreichung sicher bekannt. Wie ihr das Problem schnell und einfach löst, zeigen wir euch mit unserer Forschungsidee!“ So warben die Schüler auf ihrer Facebook-Seite für die Forschungspräsentation. Im Vorfeld hatten sie Tierärzte konsultiert, im Internet recherchiert, hatten das Tierheim in Neustrelitz besucht und mit Mitarbeitern des Tiergartens gesprochen. 

Im Tierheim und im Tiergarten holen sich die Aces das Rüstzeug für ihre Forschungspräsentation.


In Brandenburg stellten die CaroAces ihre Lösung vor. Ganze fünf Minuten durfte der Vortrag dauern -  Zeitüberschreitung würde mit Punktabzug bestraft. Die Caroliner meisterten diese Herausforderung mit dem anschließenden Prüfungsgespräch und belegten am Ende den zweiten Platz in dieser Kategorie.

Das Team Uni4Diversity verleiht unserem Team den "Fairness- und Spaßpokal 2016"! Vielen Dank an die jungen Roboteringenieure aus Birkenwerder!

Ein vierter Rang in der Kategorie Teamwork rundete das gute Gesamtergebnis ab. Mit 194 von 200 möglichen Punkten gewannen die Caroliner somit auch die Gesamtwertung in Brandenburg.

Damit sind die CaroAces als Champion im Regionalfinale für die nächste Wettkampfrunde qualifiziert. Das Semifinale North East Germany findet am 21. Januar 2017 auf dem Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde statt. Dort treffen die Caroliner auf weitere 17 Regionalsieger aus dem gesamten Norden und Osten Deutschlands.

CaroAces v.l.n.r: Sophie, Anna, Trainer Chris, Teamchef Felix, Lukas, Ben, Laurentius, Gabriel, Trainer Leon, Trainer Moritz