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Schüler des 1. Liceum Szczecin zu Gast

Die Projektgruppe besucht Schwerin

Herr Tesch „gibt sein Amt ab“

Zu Gast beim Bildungsminister

 

 

Löst Anke Hirsch jetzt Herrn Tesch als Bildungsminister ab? Nein, sie hat nur die Ehre einmal auf dem Stuhl des für seine Ministerarbeit beurlaubten Schulleiters zu sitzen. Schnell ein Beweisfoto gemacht und weiter geht's. Schließlich gibt es ein volles Programm…

Im Rahmen des deutsch- polnischen Schüleraustausches haben in dieser Woche 15 Schüler aus Stettin die Möglichkeit, in Neustrelitz und im Umfeld bei Gastfamilien von Zehntklässlern des Carolinums zu übernachten und von Dienstag bis Freitag ein kleines Stück Mecklenburg-Vorpommern kennen zu lernen.

Dazu holten die Caroliner ihre Gastsschüler um 11.00 Uhr am Bahnhof ab. Schnell fand man Gesprächsthemen und kam sich auf dem Weg zur Schule näher. Nach einer kleinen Begrüßung stellten sich alle Schüler vor. Bei einem Kennenlern- Spiel, bei dem man auf andere zugehen musste, brach dann auch das letzte Eis. Schnell wusste man die Lieblingsfarbe oder die Namen der Haustiere von den polnischen Gästen. Auch kleinere Sprachbarrieren konnten die Schüler erfolgreich meistern. Danach wurde in der Mensa für das leibliche Wohl gesorgt und in einer kleinen Freizeit nutzten fast alle Neustrelitzer Schüler die Gelegenheit, ihren Gastschülern stolz die Schule zu zeigen. Besondere Begeisterung brach verständlicherweise am Terrarium der Bartagamen aus…

Kennenlernrunde

Der nächste Programmpunkt war eine Stadtführung durch Neustrelitz. Trotz des schlechten Wetters machte es den Austauschschülern Spaß, ihre „Heimat für vier Tage“ zu erkunden.

Die zurückbleibenden Caroliner waren währenddessen  fleißig dabei, den Raum adventlich zu schmücken und die Tische für das spätere Pizzaessen mit kleinen Naschereien zu dekorieren.

Doch nicht nur das: die Tafel wurde zu einem weihnachtlichen Gesamtkunstwerk. Was heißt „Guten Appetit“ wohl auf Polnisch? Schnell in die Bibliothek gesaust und nachgeguckt, was die polnischen Gäste sichtlich beeindruckte.

Dann ging es in Raum 403 spannend zu: Hier wollten wir den Film „Die Welle“ anschauen. Doch bevor das Kino- Feeling beginnen konnte, musste natürlich erst der Kampf mit der Technik gewonnen werden… Während des ganzen Filmes herrscht beeindruckende Stille im Zimmer, aber am Höhepunkt des Films klingelt Frau Rindts Handy; die bestellte Pizza ist da. Gerade rechtzeitig, denn den meisten knurrt schon der Magen.

Die Schüler des Carolinums halfen danach noch fleißig beim Aufräumen, bevor es mit den Gastschülern nach Hause ging.

 Vor dem Bildungsministerium

Langes Ausschlafen am nächsten Morgen? Fehlanzeige. Denn schließlich geht es heute in die Landeshauptstadt Schwerin. Da heißt es pünktlich sein, sonst ist der Bus weg. Die Fahrt dauerte zwei Stunden und die meisten Schüler nutzten die Möglichkeit, den verpassten Schlaf nachzuholen. Kurz vor Schwerin hielten drei Schüler einen kleinen Vortrag über die Zielstadt und dann ging es auch schon in das Büro von Herrn Tesch. Trotz vieler Termine nahm er sich Zeit, um uns zu begrüßen. „Wer möchte einmal auf dem Ministerstuhl sitzen?“ Keiner traut sich, außer Anke, die dann stolz ihr Beweisfoto zeigt. Nachdem ein Gruppenfoto gemacht ist, muss der Minister auch wieder los und wünscht uns viel Spaß beim Besuch des Parlaments.

Vor dem Schloss

Dort angekommen, müssen wir durch eine Sicherheitsschleuse, bevor wir dann in einem Besucherraum einer Präsentation über das Schweriner Schloss und die Arbeit des Landtages lauschen können- zweisprachig, versteht sich. Danach gibt es eine kleine Führung durch das Schloss, wobei wir sogar im Plenarsaal Platz nehmen dürfen. Die anschließende Turmbesteigung ist jedoch nur etwas für Schwindelfreie: Die Treppe wackelt und ist eng, doch dafür wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Nachdem Frau Rindt uns einen ehemaligen Caroliner vorgestellt hat, der im Landtag ein soziales Jahr macht, haben wir dann die Gelegenheit, mit einem „echten“ CDU- Politiker zu sprechen. Doch keiner traut sich so wirklich, Matthias Löttke eine Frage zu stellen. Also versuchen die Lehrer, ein Gespräch in Gange zu bringen.

Auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt kommt uns ein beschäftigter Mann entgegen. Halt, war das nicht Herr Sellering? Zu spät, schon ist er vorbeigegangen… Die Schüler freuen sich sowieso mehr auf den Weihnachtsmarkt. Zweieinhalb Stunden Freizeit, das reicht für viele Einkäufe und gebrannte Mandeln. Deshalb kommen auch fast alle nicht ganz pünktlich zum Bus, der uns dann in Richtung Heimat fährt.

An dieser Stelle danken wir dem Landtagsabgeordneten Vincent Kokert, der uns diesen Besuch sehr unklompliziert ermöglichte.

Am Donnerstag geht es nach Rostock und Warnemünde. Ob der dortige Weihnachtsmarkt so schön ist wie in Schwerin, wird sich zeigen. Am Freitag wird es dann noch einmal ganz weihnachtlich, wenn die Jugendlichen sich gegenseitig in der Schule ihre Weihnachtsbräuche und –lieder vorstellen. Dann heißt es auch schon wieder Abschied nehmen von den neu gewonnenen Freunden. Sie sind sich während der Tage schon nahe gekommen. Alle versichern mir, dass es bis jetzt kaum Probleme gab. Abends zum Beispiel schauen sie sich deutsche Filme an oder gehen mit den Gastschülern feiern. Diese Woche verspricht wirklich, „die schönste Woche des Jahres“ zu werden. Na dann, noch viel Spaß- oder wie heißt es auf Polnisch?