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"Food Factor" - eine Erfolgsstory

Die CaroAces erkämpfen sich Platz 4 im Teamwork beim 8-Nationen-Finale der FIRST Lego-League

Food Factor, die Mission 2011/2012 der First Legoleague, ist Geschichte. 800 Mannschaften Zentraleuropas hatten im September knifflige Aufgaben rund um das Thema Lebensmittelsicherheit in Angriff genommen. 55 Regionalausscheide und 5 Semifinals später standen sie fest: 24 Mannschaften aus 8 Nationen, die sich für den Abschlusswettkampf, das Zentraleuropäische Finale, qualifiziert hatten – unter ihnen das Robotik-Team des Carolinums aus Neustrelitz.


Das Zentraleuropäische Finale - ein Treffen der Nationen. In sieben Sprachen werden die Mannschaften begrüßt.

"Dobre doshul!" sagt man auf bulgarisch, "Vitajte!" heißt es in der Slowakei.

Die CaroAces erkämpften sich mit dem Champions-Titel in Leipzig und dem 3. Platz im Semifinal an der FH Brandenburg einen der begehrten Startplätze für die Endrunde im Januar 2012. Die Brandenburgische Technische Universität und das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme Cottbus waren die Gastgeber für einen hochkarätigen Wettkampf, einer Veranstaltung, die mit den Finals der vergangenen Jahre eigentlich gar nicht mehr zu vergleichen ist.
Konnte man bisher seine ganze Kraft auf eine einzelne Wettbewerbsdisziplin des Mehrkampfes konzentrieren, so wissen heute alle Mannschaften, dass nur derjenige in der Gesamtwertung punkten kann, der in jeder Disziplin - Robotgame, Forschungspräsentation, Robo-Design und Teamwork - hohe Leistungen zeigt. Alle Finalmannschaften mussten sich über Regional- und Semifinals qualifizieren, hatten also schon zweimal den Wettbewerb erfolgreich absolviert.


"Carooo-Aces!" Mit ihrem Schlachtruf starten die Caroliner in den Wettkampf.

Eine weitere Neuerung: der gesamte Finalwettbewerb, der Vortrag der Forschungspräsentation, alle Gespräche mit den Juroren, die Verteidigung der Forschungsergebnisse und des Roboterdesigns und auch die Teamworkaufgabe im Assessment-Center wurden in englischer Sprache ausgetragen.



Die Forschungsergebnisse werden in englischer Sprache präsentiert. Farmer Franz in Hochform.

In den letzten Jahren hatten wir beobachtet, dass auf den Finals Mannschaften mit Leistungen insbesondere bei der Roboterkonstruktion und beim Fahrverhalten des Roboters glänzten, die man eher einem Ingenieurbüro, als Schülern zutrauen würde. Auch hier versucht die Zentrale Wettbewerbsleitung inzwischen gegenzusteuern, in dem seit diesem Jahr eine Live-Challenge quasi als fünfte Wettbewerbskategorie zur Pflicht erhoben wurde. Die Live-Challenge am Vortag des eigentlichen Wettbewerbs ist ein Wettkampf, bei denen die Teams mit ihrem Roboter (nur die Schüler, ohne Trainer und Zuschauer) in einem abgeschlossenen Raum auf Zeit eine bis dahin unbekannte Aufgabe erfüllen müssen. Die Challenge muss in ihrem Regelwerk zwar noch stark verbessert werden, dass die Teams zukünftig aber live beweisen müssen, dass sie wirklich Roboter konstruieren und programmieren können, wird von unserer Mannschaft, wie von den meisten etablierten Teams, ausdrücklich begrüßt.



Unsere Zugabe: Das Funktionsmodell für einen High-Tech-Grill... ... dessen Sensoren auf den Steaks krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe erkennen ...

... und den Grillmeister vor dem Verzehr warnen.

Die Caroliner konnten auch unter diesen schwierigen Bedingungen ihr Leistungsvermögen abrufen und sich sogar weiter steigern. Bei der hohen Leistungsdichte in allen Kategorien die Superplatzierungen der letzten Jahre zu erwarten, wäre unrealistisch, aber so viele Plätze gut zu machen wie irgend möglich, das sollte doch möglich sein. Dieses Ziel haben die Neustrelitzer erreicht: Mit 209 Punkten im Robotgame, das ist die höchste Punktzahl, die sie in dieser Saison überhaupt erzielten, platzierten sie sich gut im Mittelfeld, genauso wie im Robotdesign und in der Forschungspräsentation. Und im Teamwork gelang ihnen ihre Bestleistung, ein hervorragender 4. Platz.


Die Juroren der Firma Lego testen das Wissen der CaroAces ebenso...


.. wie die Prüfer des Thyssen-Krupp-Konzerns. Es ist ein lockeres Gespräch und gleichzeitig ein mündliches Examen. Die Caroliner bestehen auch diese Herausforderung.

Mit großem kämpferischem Einsatz bezwangen die Caroliner Mannschaften aus Österreich und der Schweiz, aus der Slowakei, Polen, aus Ungarn und auch Deutschland - insgesamt 11 Teams in der Gesamtwertung. Dann aber war die Leistungsgrenze erreicht, und die CaroAces mussten sich anderen Teams geschlagen geben.



Anspannung vor dem Rennen. Anton und Tillmann sind die Wettkämpfer am Roboter-Parcours.

Die Caroliner freuen sich mit: der Roboter hat 209 Punkte eingefahren.

Geschafft! Der Wettkampf ist beendet.

Mit der erfolgreichen Teilnahme am Zentraleuropäischen Finale haben die CaroAces nicht nur das avisierte Saisonziel erreicht, die Caroliner fügen damit der Geschichte dieses Projekts ein weiteres Erfolgskapitel hinzu.


Mit "Pauken und Trompeten" werden die Teams auf die Final-Show eingestimmt.

Die Arbeit bei den CaroAces geht weiter: ein Generationswechsel steht an, neue Teammitglieder müssen ausgebildet werden, ehemalige Wettkämpfer werden Trainer. Es gibt viel zu tun, schon im September starten die Caroliner in den nächsten Wettbewerb: „Senior Solutions“ heißt das Thema 2012/2013, in der die Teams ihren Beitrag leisten werden, die Lebensqualität für Menschen im Alter zu verbessern.


Die CaroAces 2011/2012: hintere Reihe von links: Tillmann, Malte, Patrick, Philipp, vordere Reihe: Jan, Paul, Tobias, Franz, Martin, Anton.