The Covenant Players - Englisches Theater
Die dritte Schulstunde eines ganz normalen Dienstags? Nein!
Die dritte Schulstunde eines ganz normalen Dienstags? Nein, an diesem Tag war uns eine englische Theatergruppe angekündigt worden, die Touren durch Schulen in Europa macht um ihr Projekt vorzustellen. Was genau uns erwartete, wusste niemand so genau. Als wir unsere Sachen im Vorraum der Schulaula ablegten und noch eine allgemeine Unruhe in der Halle herrschte, machte sich plötzlich eine kleine Frau mit einer unüberhörbaren Stimme bemerkbar.
„Good morning everybody, please, turn around so you can understand what I have to say!“
Alle drehten sich jetzt in ihre Richtung. Sie stellte sich kurz vor, forderte uns auf ihr in die Aula zu folgen und betonte, dass die Plätze in der ersten Reihe immer noch die besten seien. Da sich diese aber nicht auf Anhieb mit Freiwilligen füllten, wurden die hintersten Reihen noch nach vorne geholt, bis alle Plätze nach ihrer Anordnung gefüllt waren.

Wer von uns nun eine ganze Theatergruppe oder gar ein zusammenhängendes Schauspiel erwartet hatte, staunte nicht schlecht, als wir sahen, dass dieses Projekt aus nicht mehr als drei Personen und wenigen Requisiten bestand - alles was sie mitgebracht hatten war eine Wand um sich dahinter umzukleiden, ein paar wenige Stühle und ein Tisch. In einigen Gesichtern trat durchaus Neugierde auf, was wohl als nächstes geschehen würde. Die Mitarbeiter wurden uns als Robin, David und Silke vorgestellt - letztere hatte uns bis jetzt durch den Beginn des Programms geleitet, kam aus Deutschland und ist verheiratet mit David, welcher aus Kalifornien stammt. Die dritte Schauspielerin des Figurenensembles heißt Robin, eine junge, hübsche Frau aus Australien.
Nachdem uns erklärt worden war, wann wir zu applaudieren haben, begann die erste Szene. Der Inhalt zusammengefasst: Auf die Frage „Who are you?“ kann man soviel mehr Antworten geben als nur den Namen. Nun sollten sich alle Schüler mit den Stühlen zu ihrem Nebenmann drehen und ihm 20 mal die Frage „Who are you?“ stellen - der andere sollte versuchen 20 verschiedene englische Antworten über seine Person zu geben, was zugegeben nicht so einfach wurde wie gedacht.
Nach dieser, ja, nennen wir es „Selbstfindungsübung“ folgte der zweite Sketch - ein Spieler wurde aus dem Basketballteam der Schule geworfen und nun entstand eine Diskussion darüber, ob der Sportler eine zweite Chance verdient hat oder nicht.
Anschließend wurde unsere Klasse in drei Gruppen geteilt - eine sollte sich in die Lage des Basketballteams versetzen, eine andere in die der Familie und die dritte in die Rolle der Lehrer des betroffenen Schülers. Nachdem sich die Gruppen untereinander ausgetauscht hatten, wurden die Meinungen durchgegangen - unsere ganze Klasse hätte dem Spieler noch eine zweite Chance gegeben, wenn er sein Verhalten ändern würde.
Mit dieser Szene verabschiedete sich die Gruppe auch schon wieder von uns - die 45 Minuten waren wie im Flug vergangen.
Abschließend lässt sich sagen, das uns dieses Projekt Spaß gemacht hat und es sich weiter empfehlen lässt, da es ausschließlich auf englischer, gut verständlicher Sprache vorbereitet ist. Auch wenn nicht jedes Wort verstanden wird, kann selbst der schwächste Schüler den Sinn erfassen und die Absichten der Schauspieler verfolgen.
Wir bedanken uns für die Arbeit mit den Robin, David uns Silke und freuen uns auf viele weitere Projekte dieser Art, die uns vielleicht noch im weiteren Schulleben begegnen werden.
Ann-Sophie Raemisch & Alma Bandemer, Klasse 9/1


